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Diese Woche im Kino

Willkommen in der 3. Dimension

Digitales Kino          3D-Kino          Geschichte          Technik          Preise          HFR (zu: Der Hobbit)

Digitales Kino

Die Zollernalb Kinos in Albstadt und Hechingen sind auf allen Leinwänden voll digitalisiert. Auch die Tonanlagen werden regelmäßig auf den neusten Stand gebracht. Regelmäßige Wartungen, Einmessungen und Neujustierungen sorgen auch in Zeiten stetigen Wandels für die Erfüllung hoher technischer Standards.
2012 ratterten die letzten 35mm-Filme durch unsere Projektoren - in regulären Vorstellungen. Die alten Filmprojektoren bleiben erhalten - sowohl aus Nostalgie-Gründen, als aber natürlich auch, um in Zukunft noch Repertoire-Filme im Original-Format vorführen zu können. 2006 wurden bereits die ersten Digitalanlagen installiert. 2010 folgten die ersten „D-Cinema-Anlagen“. Das „digitale Kino“, mit einer noch besseren Auflösung, Brillanz und Helligkeit, war zunächst notwendig, um auch 3D-Filme zeigen zu können.
Kino ist eine Filmabspielstätte, die höchste qualitative Anforderungen erfüllen muss. Aus diesem Grund war es uns wichtig, bei der Ausstattung der Kinosäle ebenso auf höchste Qualität zu setzen. Die Zollernalb Kinos haben hierfür Projektoren der Marke Christie verbaut, die Weltmarkführer in diesem Bereich sind und in Fachkreisen als die hochwertigsten gesehen werden. Für digitale Vorstellungen wurden und werden in den Zollernalb Kinos keine Zuschläge erhoben, sodass ein Kinobesuch weiterhin eine attraktive Freizeitgestaltung bleibt.

Was ist 3D-Kino?

Normale Kinofilme sind flach, haben also nur zwei Dimensionen: Die Höhe und die Breite. Die dritte Dimension vermittelt zusätzlich einen räumlichen Eindruck, der vegessen lässt, dass der Film "nur" auf eine flache Leinwand projeziert wird. Warum lässt sich der Mensch so täuschen? Das erklärt der folgende Artikel.

Der Mensch verdankt seine Fähigkeit zum dreidimensionalen Sehen der Anordnung seiner Augen. Jedes Auge für sich nimmt denselben Gegenstand seitlich leicht versetzt wahr. Am einfachsten lässt sich dies nachvollziehen, indem man zum Beispiel den eigenen Daumen betrachtet und abwechselnd ein Auge schließt: Der Daumen scheint seitlich zu "springen".

Auf der Netzhaut des Auges werden diese beiden versetzten Bilder dann zu einem einzigen Bild zusammengesetzt. Hierdurch entsteht der Eindruck räumlicher Tiefe und Gegenstände erscheinen unterschiedlich weit entfernt. Jedes Einzelbild ist zweidimensional, also flach. Erst in der Kombination beider Bilder wird für das Gehirn auch die dritte Dimension, die Tiefe, wahrnehmbar.
3-D-Filme funktionieren nach dem gleichen Prinzip: Mit einer Stereokamera wird dieselbe Szene sozusagen zweimal im Augenabstand seitlich versetzt gefilmt. Im Kinosaal wird mit Hilfe unterschiedlicher Techniken dafür gesorgt, dass das rechte Auge des Betrachters nur die 'rechten' Filmbilder und das linke Auge nur die 'linken' Filmbilder sieht. Das Gehirn des Zuschauers setzt diese Bilder wieder zusammen, wodurch der Film auf der eigentlich flachen Kinoleinwand räumlich wahrgenommen wird.
Dieses wirklichkeitsnahe Bild kann z. B. dazu führen, dass ein auf den Zuschauer zurasender Gegenstand als deutlich bedrohlicher empfunden wird als bei einem herkömmlichen Film: Das Gehirn wird getäuscht und reagiert mit Erschrecken bzw. Fluchtreflexen.
Die 'Trennung' der beiden Filmbilder kann unter anderem mit Hilfe einer Farbbrille erreicht werden („Anaglyphenprojektion“): Dabei werden zum Beispiel die Filmbilder für das rechte Auge in grün, die Bilder für das linke Augen in rot auf die Leinwand geworfen. Wird dieser Film nun mit einer Rot-Grün-Brille betrachtet, so löscht der rote Filter vor dem rechten Auge die roten Filmbilder, der grüne Filter vor dem linken Auge löscht die grünen Filmbilder. Jedes Auge nimmt also nur den für es bestimmten Film wahr – und im Gehirn entsteht der Eindruck von Tiefe. Allerdings erscheint bei dieser Technik der Film schwarz-weiß.
Moderne 3-D-Vorstellungen verzichten hingegen nicht auf Farbe. Am häufigsten eingesetzt wird derzeit das sogenannte Polarisationsverfahren. Hierbei wird der beschriebene Effekt mit Hilfe von polarisiertem Licht und Polfilterbrillen anstelle von Farbfiltern erzielt. Die Farben des Films bleiben auf diese Weise erhalten.

Geschichte des 3D-Kinos

Leere Kinos und unbesetzte Vorstellungen – schwindende Besucherzahlen motivierten in den 50er Jahren zur Suche nach neuen Highlights im Filmbusiness. Abhilfe brachte hier die Entwicklung des dreidimensionalen Films. Es strömten wieder vermehrt Zuschauer ins Kino, die das neuartige Erlebnis 3D-Film geniesen wollten. Schon im Jahr 1903 gab es erste Versuche mit der 3D-Technik. Im Ergebnis entstand der einminütige Kurzfilm „Die Ankunft des Zuges“ von den Brüdern Lumière. Es vergingen mehrere Jahre, bis der erste dreidimensionale Langfilm erschien. Erst 1922 wurde der Stummfilm „The Power of Love“ gedreht.
Allerdings begann die 3D-Kinowelt in Schwarz-Weiß. So zumindest erschien sie dem Besucher durch seine Filterbrille. Dabei wäre Rot-Grün-Film durchaus die treffendere Bezeichnung gewesen, denn der räumliche Effekt beruhte auf roten und grünen Bildern.
Der Schritt vom Stumm- zum Tonfilm dauerte nochmals 14 Jahre. Im Jahr 1936 drehte die italienische „Società Italiana Stereocinematografica“ den Tonfilm „Nozze vagabonde“.
Es liegt in der Natur des Menschen, Neuentdeckung beständig weiter zu erforschen und neue Techniken zu erproben. So wurden auch die Verfahren zur Herstellung von 3D-Filmen immer besser und endlich gelang auch ihre Produktion in Farbe.
Der Sprung zum ersten 3D-Farbfilm gelang in wesentlich kürzerer Zeitspanne. In farbigen 3D-Erlebnissen konnte man schon 1937 schwelgen, als in Deutschland die „Gartenschau in Dresden“ in 3D gezeigt wurde. In demselben Jahr wurde auch der erste 3D-Farbfilm mit dem treffenden Titel „Zum Greifen nah“ gedreht.
Spätere 3D-Filme erschienen dann im sogenannten CinemaScope-Verfahren, einer verbesserter Methode zur Produktion von 3D-Filmen. „Der Schatz der Balearen“ wurde 1960 als wohl erster echter Vertreter dieser 3D-Technik gedreht.

Technik

Die Zollernalb-Kinos setzen bei Ihrer Technik auf hochwertige 3D-Systeme mit zirkulierenden Z-Filtern. Die Bilder werden abwechselnd für das linke und rechte Auge polarisiert und damit ein 3D-Effekt erzielt.

Diese Systeme zeichnen sich besonders durch die 3D-Brillensysteme aus, die auch eine Neigung des Kopfes erlauben ohne das 3D-Erlebnis zu beeinflussen. Das passive Brillensystem ist für die Kinobesucher deutlich angenehmer, da leichter und hygienischer.

Faire Preise für's Kino - günstiger in die Zollernalb Kinos

Liebe Besucher/innen, Cineasten und Freunde der Kinokultur,
sicherlich haben Sie auch schon die Diskussionen mitbekommen, dass viele Filmtheater in Deutschland sich gegen Preiserhöhungen von Filmverleihern, auch im Konflikt zu Kinoketten, wehren. Den Zollernalb Kinos ist es sehr wichtig, dass KINO eine attraktive Freizeitgestaltung bleibt. Trotz gestiegener Kosten auf vielen Seiten möchten wir Ihnen auch langfristig faire Eintrittspreise anbieten - ohne unsere Stärken, wie ein dienstleistungsorientierter Service-Gedanke, stetige Renovierungen, innovative Technik uvm. einzuschränken. Seit ihrer Einführungen haben wir die Preise für 3D-Filme mehrfach gesenkt.

Aufgrund geänderter Vorgaben der Filmverleiher können Sie zukünftig beim Kauf einer Eintrittskarte wählen, ob Sie eine 3D-Brille benötigen - oder nicht. Wenn Sie Ihre Brille wiederverwenden, können Sie somit die Umwelt schonen und Geld sparen - da wir den 3D-Zuschlag dadurch nochmals senken werden. An den Verkaufsplätzen können Sie dann die normalen 3D-Brillen bei Bedarf für nur 1,00 EUR erwerben, je nach Verfügbarkeit gibt es auch hochwertigere Sondermodelle. (Gültig ab 6. April 2017).

HFR - Higher Frame Rate

Nach der Einführung der digitalen Projektionstechnik und dem neuen, digitalen 3D-Verfahren wird es zum Start von
"DER HOBBIT - EINE UNERWARTETE REISE"
erneut eine technische Revolution im Kino geben: Higher Frame Rate. Die Zollernalb-Kinos werden auch bei dieser Neuheit Ihren Gästen die modernste Technik als eines der ersten Kinos in Deutschland präsentieren.

Was dahinter steckt, ist vom Grundsatz her simpel: Mehr Bilder (= Frames) pro Sekunde auf der Leinwand. Seit über 100 Jahren wird im Kino weltweit mit 24 Bildern / Sekunde gearbeitet. Doch da dies einem Kino-Pionier wie Peter Jackson nicht genug ist, läutet er mit seinem neuen Mittelerde-Abenteuer ein neues Zeitalter ein. Erstmals wurde ein Film mit 48 Bildern pro Sekunde produziert. Durch die moderne Technik und das extreme Volumen ist dies natürlich mit hohen Kosten verbunden, was die Hobbit-Trilogie - wie einst seine Herr der Ringe-Trilogie - zu den teuersten Filmen aller Zeiten macht.

Die Higher Frame Rate sorgt mit mehr Bildern pro Sekunde in erster Linie bei schnellen Bewegungen (z.B. bei Actionszenen) für einen noch flüssigeren Bildlauf. Das sehr viel detailliertere, schärfere und plastischere Bild lässt somit den Film wirklichkeitsnäher und lebensechter wirken.

Derzeit hat neben Peter Jackson bei den drei Hobbit-Verfilmungen lediglich James Cameron für die Fortsetzung von Avatar die neue Technik angekündigt. Trotz zusätzlichen Investitionskosten werden die Zollernalb-Kinos für HFR-Vorstellungen keinen zusätzlichen Preisaufschlag erheben.

Inhalte mit freundlicher Untersützung von www.kinos3d.de
Bilder: fotolia, realD, Warner Bros.